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Aktuelles
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Chirurgische Instrumente, die sich gegen Krankheitskeime zur Wehr setzen; Kleidungsstücke, die Geruchsstoffe abbauen; Tabletten, die sekundenschnell wirken - Nanopartikel machen es möglich. Das sind kleinste Teilchen mit einem Durchmesser zwischen einem und hundert Nanometern. Ein Nanometer ist der millionste Teil eines Millimeters. "Das ist schon sehr klein; Atome, die Grundbausteine des Alltags, sind nur noch zehnmal kleiner", erläutert eine Broschüre des Bundesministeriums für Bildung und Forschung die Dimensionen.
Weil sie so klein sind, haben Nanopartikel ganz besondere Eigenschaften: Sie können als Katalysator chemische Reaktionen beschleunigen, sie reagieren aber auch selbst - oft heftig - mit ihrer Umgebung, und sie können biologische Strukturen durchwandern, z. B. wenn sie durch die Lunge in den Körper gelangen. Welche Auswirkungen das auf die menschliche Gesundheit hat, ist noch weitgehend unbekannt.
Bereits bei der Einführung von Nanotechnologien muss deshalb in den Unternehmen vorsorglich auch der Arbeitsschutz beachtet werden, empfiehlt Jürgen Milde von der DGUV. Über Nanopartikel am Arbeitsplatz, den aktuellen Stand der Forschung und die Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen informieren ausführlich die Seiten des Instituts für Arbeitsschutz der DGUV. Beim Bundesumweltministerium hat sich die NanoKommission der deutschen Bundesregierung zur Aufgabe gemacht, Nutzen und Risiken von Nanotechnologien im Sinne des Vorsorgeprinzips zu betrachten und nachhaltige Innovationen zu fördern.
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| Donnerstag, 18. Februar 2010 |
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Ach, was wurde man vor zehn Jahren noch belächelt, wenn man alte Kaufmannstugenden ins Gespräch brachte. Mittlerweile ist Ehrbarkeit offenbar wieder in.
"Bereits im Mittelalter wurde in Kaufmannshandbüchern der 'wahre und ehrliche Kaufmann' gepriesen", erinnert uns Bundespräsident Horst Köhler. Sogar eine eigene Website gibt es zu dem Thema: Das Institut für Management an der Humboldt-Universität zu Berlin publiziert sie unter www.der-ehrbare-kaufmann.de.
Wenigstens in Ansätzen wird dort auch auf das Problem eingegangen, unter welchen allgemeinen Systembedingungen es mit der Ehrbarkeit denn funktionieren könnte. Der Sozialethiker Friedhelm Hengsbach jedenfalls hält von moralischen Appellen in diesem Zusammenhang nicht viel: "Ich kann das Wort Gier schon nicht mehr hören. Nicht individuelles Versagen, sondern ein korrumpiertes System hat die Krise verursacht, auch wenn man zur Ablenkung Sündenböcke, also die angeblich gierigen Manager, ausfindig macht."
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Betriebssicherheitsmanagement ist die Gestaltung, Lenkung und Entwicklung eines zweckgerichteten sozialen Systems in einer solchen Weise, dass die mit seinen betrieblichen Prozessen verbundenen Risiken als akzeptabel und verantwortbar gelten.
(Quelle und Begründung siehe Publikationen)
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| Montag, 28. Dezember 2009 |
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Ob der Eid des Hippokrates wirklich von dem griechischen Arzt Hippokrates von Kós im vierten Jahrhundert v. Chr. verfasst wurde? Eher unwahrscheinlich. Trotzdem gilt der antike Text bis heute als erste grundlegende Formulierung einer ärztlichen Ethik.
Er enthält bereits eine klare Verpflichtung zu ärztlicher Verschwiegenheit: "Was ich bei der Behandlung oder auch außerhalb meiner Praxis im Umgange mit Menschen sehe und höre, das man nicht weiterreden darf, werde ich verschweigen und als Geheimnis bewahren."
Eine modernere Version des ärztlichen Verhaltenskodex findet sich in der Genfer Deklaration des Weltärztebunds. Dort heißt es: "Ich werde alle mir anvertrauten Geheimnisse auch über den Tod des Patienten hinaus wahren."
Nicht nur historische Eidesformeln, sondern auch die Gesetze aufgeklärter Staaten begründen die Pflicht zu besonderer Verschwiegenheit (Ärztliche Schweigepflicht). Ihre Verletzung durch Ärzte oder das medizinische Hilfspersonal ist nach § 203 Strafgesetzbuch strafbar.
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| Montag, 14. Dezember 2009 |
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Es sind gerade die erfahrensten Internet-Nutzer, die sich auch über die Fallen und Gefahren im Klaren sind, die im weltweiten Netz lauern. In der Initiative falle-internet.de haben sich einige von ihnen zusammengefunden. Sie warnen vor üblen Tricks und Betrügereien, aber auch vor 'unzureichenden Sicherheits- und Aufklärungsmaßnahmen' von Online-Auktionsplattformen wie eBay. Auch die 'Datenschutzbestimmungen' solcher Plattformen werden von Fachleuten immer wieder kritisiert.
An seinen ersten eBay-Kauf kann sich Spiegel-Online-Autor Konrad Lischka nicht mehr genau erinnern, nur "dass es am 1. April 1999 gewesen sein muss. Und heute, acht Jahre und 1268 Bewertungen später weiß ich genau, was ich zum letzten Mal bei Ebay gekauft und verkauft habe - und warum ich es nicht wieder tun werde." Und er schildert, wie zunehmend "Misstrauen, Angst, Unsicherheit" die eBay-Erfahrungen der Spiegel-Online-Leser geprägt haben.
Mehr zum Nachlesen gibt es zum Beispiel auf den Seiten der Initiative »falle-internet.de«.
PS: Mit dem eBay-Nutzer, der als Pseudonym den Namen dieser Website benutzt, habe ich nichts zu tun. Ich kenne ihn oder sie nicht. Selbst habe ich noch nie ein Benutzerkonto bei eBay gehabt.
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„Der Ablauf der Prozesse nimmt keine Rücksicht auf Einzelfragen von Qualität, Umwelt und Sicherheit. Die Prozesse führen in der Gesamtheit zu gewünschten oder ungewünschten Ergebnissen und müssen daher gesamtheitlich (integriert) betrachtet werden“, betonen die Autoren der VDI-Richtlinie 4060.
Diese im Jahr 2004 vom Verein Deutscher Ingenieure herausgegebene Richtlinie gibt eine Handlungsanleitung zur praxisorientierten Einführung integrierter Managementsysteme: Anforderungen aus verschiedenen Bereichen (z. B. Gesundheit, Sicherheit, Umwelt, Qualität) werden mit einer einheitlichen Vorgehensweise zusammengefasst. In der Vorbemerkung heißt es: „Die Vielzahl der heute angewendeten Managementsysteme, die auf freiwilliger Basis (z. B. DIN EN ISO 9001, DIN EN ISO 14001) oder auf Grund rechtlicher Vorgaben (z. B. Störfallverordnung) bzw. in Folge rechtlicher Anforderungen aus einem Arbeitsschutzmanagementsystem, einem Risikomanagementsystem (z. B. auf Grund § 130 OWiG, KonTraG etc.) eingerichtet werden, erfordert eine verbesserte Nutzung von Synergien, die nur in ‚Integrierten Managementsystemen’ möglich ist.“
Ein eigener Beitrag zur Integration von Managementsystemen für Sicherheit, Gesundheit, Umweltschutz, Qualität und Krisenprävention findet sich im Abschnitt Publikationen. Darin wird eine Methodik beschrieben, die auf dem von Frederic Vester und Alexander v. Hesler entwickelten Sensitivitätsmodell basiert. Sie erlaubt es, mit vertretbarem Aufwand alle wesentlichen betrieblichen Risiken und ihre Dynamik im Gesamtzusammenhang zu erkennen und zu bearbeiten.
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Der weltweite Klimawandel ist das größte Gesundheitsrisiko im 21. Jahrhundert für alle Länder weltweit. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Universität London und der renommierten Fachzeitschrift 'The Lancet'. Leiter der Studie ist Professor Anthony Costello (UCL Institute for Global Health).
Danach sind die Prognosen der UN (Intergovernmental Panel on Climate Change - IPCC) für Treibgasemissionen, globale Temperaturerhöhung, Ansteigen der Meeresspiegel, Abschmelzen des Inlandeises, Versauerung der Ozeane und extreme Wetterereignisse eher untertrieben.
Verheerende Konsequenzen für die menschliche Gesundheit drohen. Infektionen und durch Insekten übertragene Krankheiten, Tod durch Hitzewellen, häufige Wetterkatastrophen wie Stürme und Überschwemmungen, oder Völkerwanderungen in großem Maßstab, verbunden mit politischem Aufruhr, sind nur einige der vorhersehbaren Folgen.
Dringend benötigt werde eine neue Lobby, schreiben die Autoren: eine öffentliche Bewegung, die den Klimawandel als Gesundheitsthema aufgreift und die gesundheitlichen Vorteile einer Lebensweise mit niedrigem Kohlenstoffverbrauch (low-carbon lifestyle) propagiert. Dafür sollten sich alle akademischen und sozialen Disziplinen, Regierungen, Behörden, Organisationen und Gemeinden in allen Ländern gemeinsam engagieren.
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Um sich und ihre Familien gegen Invalidität und Tod zu versichern, gründeten Zünfte und Gilden schon im ausgehenden Mittelalter Versicherungen auf Gegenseitigkeit. Im 19. Jahrhundert entstanden freiwillige, private Sozialversicherungen der Gewerkschaften und der kirchlichen Arbeiterverbände. Am 6. Juli 1884 beschloss der deutsche Reichstag das erste Unfallversicherungsgesetz (das durch die Reichsversicherungsordnung von 1911 erweitert wurde und letzten Endes in das deutsche Sozialgesetzbuch einging).
Seither sind die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen Träger der gesetzlichen Unfallversicherung in Deutschland. Zusammen versichern sie über 70 Millionen Menschen gegen Unfälle und Berufskrankheiten bei der Arbeit, in der Schule sowie im Ehrenamt. Die gesetzliche Unfallversicherung wird ausschließlich aus Beiträgen der Arbeitgeber finanziert. Diese werden im Gegenzug von der Haftung bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten freigestellt, müssen sich aber an Sicherheits- und Gesundheitsvorschriften halten.
Diese Pflichtversicherung der Arbeitgeber ist mit dem Europarecht vereinbar, hat nun der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden. Sie verstoße nicht gegen die europäischen Wettbewerbsbestimmungen. Auch die Mehrheit der Arbeitgeberverbände in Deutschland hat sich wiederholt für das bestehende, paritätisch verwaltete System ausgesprochen. In einem alternativen, gewinnorientierten Versicherungssystem müssten vor allem kleine Betriebe mit steigenden Prämien rechnen, und Unternehmen mit hohen Risiken könnten vielleicht gar keine Versicherung finden.
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| Mittwoch, 28. Januar 2009 |
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Der Fachverband der Arbeits- und Umweltmediziner in den USA (ACOEM) hat den designierten Gesundheitsminister der Regierung Obama aufgefordert, den Zusammenhang zwischen Gesundheit, Sicherheit und Produktivität der Arbeitnehmer einerseits und der langfristigen Stabilität des Gesundheitssystems und der Wirtschaft der USA andererseits zu thematisieren.
Man stehe vor einer doppelten Herausforderung durch den Übergang von 80 Millionen Baby-Boomers in den Ruhestand und die Zunahme chronischer Krankheiten in den Vereinigten Staaten. "Das ist der 'Silber-Tsunami', der ernste Folgen für die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Nation in einem globalisierten Wirtschaftssystem hat", sagt ACOEM-Präsident Robert R. Orford MD. Gesundheit und Produktivität der Arbeitnehmer stehen in einem engen Zusammenhang, wie insbesondere die Forschung der letzten Jahre deutlich gemacht habe.
Der ACOEM-Vorschlag für eine Gesundheitsreform, die sich an den Bedürfnissen der Arbeitnehmer orientiert, umfasst vier Grundsätze: Investitionen in Gesundheitsprogramme für Arbeitnehmer; Gesundheitlich vernetzte Betrachtung von Arbeitsplatz, Zuhause und Gemeinde; Finanzielle Anreize für gesundheitsförderliches Verhalten von Arbeitnehmern; Vermehrte Fortbildung von Gesundheitsberufen in Präventionsstrategien für die Arbeitswelt.
Dr. Orford forderte die Politiker dringend auf, diese Grundsätze in die Agenda der Regierung Obama einzubringen.
Quelle: Press Release - ACOEM Urges Daschle to Address Workforce Health and Productivity Issues (Chicago, IL – Jan. 09, 2009)
(bearbeitet am 06.03.2009)
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| Sonntag, 30. November 2008 |
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Straßenbahnkarten von Tokio und New York, die Berufsgruppenzugehörigkeit der Spender im US-Wahlkampf, Einflussfaktoren für die Zunahme der Fettsucht, die Zukunftschancen von Nationalstaaten, die kürzesten Fahrwege in Großstädten, das soziale Beziehungsgefüge des Neuen Testaments und vieles andere mehr:
"Komplexe Vernetzungen sind allgegenwärtig. Ihre strukturellen und organisatorischen Prinzipien gelten für fast jedes Gebiet, das wir uns vorstellen können - seien es Genetik oder Energieerzeugung, Ernährung oder Marktwirtschaft", schreibt Manuel Lima. Schon das Leben beginne damit, dass Millionen von Molekülen in einem Netz von Wechselbeziehungen so zusammenwirken, dass ein Ganzes, ein Organismus möglich wird. Menschen erleben von Geburt an jeden Tag komplexe Systeme im Großen wie im Kleinen, seien es weltweite Massenkommunikations- und Finanzsysteme oder soziale Netzwerke in Familie oder Beruf.
In faszinierenden Bildern macht Lima diese Zusammenhänge auf seiner Website sichtbar und verstehbar: "VisualComplexity.com intends to be a unified resource space for anyone interested in the visualization of complex networks." Sie umfasst mehr als 600 Beispiele.
(Den Link habe ich von Stephan List’s Weblog "Interessante Zeiten").
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| Sonntag, 12. Oktober 2008 |
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Die Weltwirtschaft verliert mehr Geld durch die Vernichtung von Wäldern als durch die gegenwärtige Bankenkrise. Die jährlichen Kosten für den Verlust an Wald betragen zwischen zwei und fünf Billionen US-Dollar. Die Zahl ergibt sich, wenn der Dienst, den Wälder in unterschiedlichster Weise für die Menschen leisten, bewertet und in Geld ausgedrückt wird. Dazu gehören etwa die Versorgung mit sauberem Wasser und die Aufnahme von Kohlendioxid.
So lautet eines der Ergebnisse der Studie 'Die Ökonomie von Ökosystemen und der Biodiversität (The Economics of Ecosystems and Biodiversity – TEEB)', die von der EU und der deutschen Bundesregierung in Auftrag gegeben wurde. Sie wird von dem Ökonomen Pavan Sukhdev geleitet. Sukhdev hat für diese Aufgabe ein 'Sabbatical' von seiner bisherigen Arbeit genommen: Bis vor kurzem war er Head of Global Markets der Deutschen Bank in Indien.
"Während die Wall Street nach verschiedenen Berechnungen bis heute 1 bis 1,5 Billionen Dollar im Finanzsektor verloren hat, ist es Realität, dass wir bei der gegenwärtigen Rate Naturkapital von mindestens 2 bis 5 Billionen Dollar pro Jahr verlieren", sagte er auf der Weltnaturschutzkonferenz in Barcelona dem britischen Sender BBC. "Das ist nicht nur mehr, sondern auch noch fortlaufend. Es passiert jährlich, Jahr für Jahr."
Der Schlüssel zum Verständnis dieser Zahlen: Wenn die Wälder schwinden, hört die Natur auf, uns Dienste zu leisten, die sie normalerweise immer kostenlos erbrachte. Dann müssen die Menschen sie entweder selbst erbringen, vielleicht durch den Bau von Wasserreservoirs, Einrichtungen zur Abscheidung von Kohlendioxid oder den Anbau von Rohstoffen, die vorher von selbst in der Natur vorkamen. Oder wir müssen ohne sie auskommen. So oder so sind damit Kosten verbunden.
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Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern künftig gesundheitsfördernde Maßnahmen anbieten, ohne dass vom Finanzamt in einer aufwendigen Einzelfallprüfung entschieden werden muss, ob die Präventionsmaßnahme zum Arbeitslohn zählt oder nicht.
Dieser bürokratische Aufwand soll nämlich mit dem Jahressteuergesetz 2009 entfallen. Leistungen des Arbeitgebers, die den allgemeinen Gesundheitszustand der Arbeitnehmer verbessern, werden bis zu einem Betrag von 500 Euro grundsätzlich von der Steuer freigestellt. Das Jahressteuergesetz ist vom Kabinett beschlossen worden und soll am 1. Januar 2009 in Kraft treten.
Die geförderten Maßnahmen müssen hinsichtlich Qualität, Zweckbindung und Zielgerichtetheit den Anforderungen der §§ 20 und 20a des SGB V entsprechen. In Frage kommen beispielsweise betriebliche Angebote zur Ernährung oder Stressbewältigung, körperliche Ausgleichstrainings, Nichtraucherkurse, Programme zum Umgang mit psychosozialen Belastungen und anderes mehr.
Mehr zum Thema findet sich zum Beispiel auf den Seiten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (edit 05.12.2008).
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Fast jeder fünfte der jährlich rund 15 Millionen Frachtcontainer, die aus Übersee in deutschen Seehäfen eintreffen, ist vor dem Verschiffen mit hoch giftigen Gasen behandelt worden. Diese sollen verhindern, dass die Ladung verdirbt, und sie sollen Krankheitserreger und Schädlinge abtöten. Darüber hinaus haften an den Waren oft noch beträchtliche Mengen gesundheitsschädlicher Industriechemikalien, die aus dem Herstellungsprozess stammen und mit auf die Reise gegangen sind.
Entsprechend gefährlich wird es, wenn man die Container öffnet - nicht nur wegen der giftigen Chemikalien, sondern auch wegen Myriaden von Pilzen oder Bakterien, die beim unvorsichtigen Öffnen aufgewirbelt werden können. Das ist keineswegs nur im Containerhafen der Fall, sondern häufig erst beim Empfänger oder in einem Logistikzentrum, wo die Waren weiter verteilt werden.
Eigentlich müssen begaste Container nach international geltenden Vorschriften mit Warnhinweisen gekennzeichnet sein. Doch häufig fehlen diese Kennzeichnungen, oder sie sind mangelhaft. Und für Industriechemikalien oder Infektionserreger gibt es überhaupt keine international verbindlichen Regelungen. Ganz zu schweigen von Gefahren, die dem Empfänger durch verkeilte oder herabstürzende Teile der Ladung drohen.
Was tun?
Für alle, die bei ihrer Arbeit mit Frachtcontainern umgehen, sowie für Ärzte und Rettungsdienste, die bei Zwischenfällen helfen sollen, gibt es ein paar hoch informative Internetseiten:
Universitätsprofessur für Arbeitsmedizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf
Bürgerinfo und Bürgerservice der Hansestadt Hamburg
Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (BGIA)
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Wir leben in einer komplexen Welt. Das ist an sich nichts Neues. Aber wir bekommen es heute immer mehr zu spüren. Das liegt - neben der Vielschichtigkeit und Vernetztheit technischer und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen - vor allem daran, dass wir immer schneller immer mehr Daten, Sinneseindrücke und Nachrichten zu verkraften haben, über deren Bedeutung und Relevanz wir nicht sicher sein können. Dieser Beschleunigung und Datenüberflutung sind immer mehr Menschen kaum noch gewachsen.
Unzureichend erkannte, verstandene und bewältigte Komplexität ruft bei den Menschen einerseits erhöhte Aktivität und gesteigerten Ressourcenverbrauch hervor (um die Situation in den Griff zu bekommen). Andererseits erzeugt sie Stress und Angst (wenn es nicht funktioniert). Hier beginnt nicht selten ein Teufelskreis: Stress und Angst schränken die Wahrnehmungs- und Denkfähigkeit dramatisch ein, und genau deshalb ist der Versuch, durch noch mehr Anstrengung mit dem Problem fertig zu werden, häufig zum Scheitern verurteilt. Die Folge: Noch mehr Stress und Angst, Verkennung der Realität, Burnout.
'Die Komplexitätsfalle' nennt die Kybernetikerin und Autorin Maria Pruckner dieses Phänomen. In ihrem gleichnamigen Buch macht sie auf unkonventionelle und spielerische Weise deutlich, wie sich komplexe Bedingungen auf den Menschen auswirken und wie man am besten damit umgeht.
Mehr über die Autorin, über das Management in komplexen Systemen und das Lösen von komplexen Problemen findet sich auf der Website http://www.mariapruckner.com.
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Zu den weltweit häufigsten Infektionskrankheiten zählt neben Malaria und Aids die Tuberkulose(Tb). Nach Erhebungen der Weltgesundheitsorganisation erkranken jährlich neun Millionen Menschen an Tuberkulose, 1,7 Millionen sterben daran. Die Mehrzahl der Erkrankungsfälle wird in Südostasien und in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara beobachtet.
In Westeuropa wurde die Krankheit dank verbesserter Lebensbedingungen und wirksamer Medikamente fast vollständig zurückgedrängt. Grund zur Entwarnung gebe es aber nicht, sagen Experten, die sich vor allem Sorgen wegen der zunehmenden Resistenz der Tb-Erreger gegen die früher wirksamen Arzneimittel machen. Außerdem habe sich die Krankheit in Osteuropa wieder stark ausgebreitet, nicht zuletzt durch Versäumnisse der Politik und mangelnde internationale Zusammenarbeit seit den 1990er Jahren.
In Deutschland erkrankten 2007 fast 5000 Menschen an Tuberkulose. Besonders betroffen sind Städte und Ballungsgebiete. Etwa die Hälfte der Kranken hat einen Migrationshintergrund.
Bei Tuberkulose handelt es sich um eine chronisch verlaufende bakterielle Infektionskrankheit, die durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Betroffen ist in 85 Prozent der Fälle die Lunge. Die Tb kann aber auch alle anderen Organe befallen, zum Beispiel Lungenfell, Hirnhäute, Knochen, Harnwege, Verdauungstrakt oder Haut.
Der beste Schutz vor Tuberkulose: An die Möglichkeit einer Erkrankung denken, sie frühzeitig diagnostizieren, Patienten falls nötig isolieren und richtig behandeln. Ausreichende Ernährung, gute allgemeine Gesundheit sowie ordentliche Arbeits- und Wohnverhältnisse spielen eine wichtige Rolle. Dem Schutz vor Ausbreitung der Infektion im Umfeld eines Tb-Patienten dienen in Deutschland besondere gesetzliche Vorschriften.
Über Präventions- und Bekämpfungsmaßnahmen informiert ausführlich das Robert-Koch-Institut.
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Seit Juni 2007 gilt in ganz Europa die REACH-Verordnung. Sie fordert die Registrierung, Bewertung und Zulassung aller Chemikalien, die in der europäischen Gemeinschaft hergestellt oder in die Gemeinschaft importiert werden.
Die Abkürzung REACH steht für Registration, Evaluation, and Authorisation of Chemicals.
Nach dem Motto "no data - no market" muss jeder Hersteller oder Importeur für alle Stoffe, die er im Geltungsbereich von REACH in Verkehr bringen will, eine eigene Registrierungsnummer vorweisen.
Weil Tausende von Chemikalien registriert werden müssen, gibt es eine sogenannte Vorregistrierung als Übergangsfrist. Während der Zeit vom 1. Juni 2008 bis zum 1. Dezember 2008 können alle Stoffe ohne Unterbrechung weiterhin hergestellt und importiert werden, müssen jedoch registriert werden. Nach Ende der Vorregistrierungsfrist jedoch dürfen Altstoffe, die nicht vorregistriert worden sind, nicht mehr in Verkehr gebracht werden!
Ausführliche Informationen zum Thema gibt es beim Umweltbundesamt.
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Vom Arbeitgeber erlassene elementare Sicherheitsvorschriften, die die Arbeitnehmer vor erheblichen Gesundheitsrisiken schützen sollen, sind von den Arbeitnehmern unbedingt einzuhalten.
Das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein (Aktenzeichen 5 Sa 150/07) hat ausgeführt, dass die Außerachtlassung der Sicherheitsvorschriften eine Pflichtverletzung darstellt, die an sich geeignet ist, eine fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses zu rechtfertigen. Dazu ist nach Auffassung des Gerichts ausnahmsweise sogar keine vorherige Abmahnung notwendig, wenn der Arbeitnehmer aufgrund der Schwere seines Fehlverhaltens von vornherein nicht damit rechnen konnte, dass der Arbeitgeber dieses toleriert.
In dem vom LAG Schleswig-Holstein entschiedenen Fall hatte ein seit rund 20 Jahren beim Arbeitgeber beschäftigter Maschinenführer mit einem weiteren Kollegen eine Presse gereinigt und sie dabei manuell wieder angefahren. Der Kollege geriet dabei mit seiner Hand in die Presse und verlor die Kuppe des kleinen Fingers. Der Arbeitgeber kündigte dem Maschinenführer daraufhin fristlos, hilfsweise ordentlich.
Das Gericht hielt im konkreten Fall diese Kündigung nur deshalb nicht für rechtens, weil die Sicherheitsvorschriften des Arbeitgebers für die betroffenen Arbeiten nicht eindeutig genug waren und die Vorgesetzten diese Reinigungspraxis früher zumindest stillschweigend geduldet hätten.
Quelle: RA-Online, Pressemitteilung des LAG Schleswig-Holstein vom 2. Oktober 2007
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| Montag, 31. Dezember 2007 |
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Das Management von Arbeits- und Gesundheitsschutz, Qualität, Umweltschutz, Datensicherheit, die Handhabung betrieblicher Risiken und der Umgang mit Unternehmenskrisen sind Gegenstand einer sich neu etablierenden Fachrichtung: Betriebssicherheitsmanagement.
Mit dem Start eines Masterstudiengangs zum Sommersemester 2006 an der TFH Georg Agricola zu Bochum beginnt das Fach nun auch, akademische Formen anzunehmen - wobei der Praxisbezug betont wird.
Die Idee dabei ist: Statt der getrennten Bearbeitung zum Beispiel von Umwelt-, Qualitäts- und Arbeitsschutz-Aspekten lassen sich viele dieser Themen gemeinsam managen. So kann man Ressourcen optimal einsetzen, zeitgemäße Forderungen nach Rechtssicherheit erfüllen und - nicht zuletzt - die Mitarbeiter für ein aktives Mitwirken gewinnen.
Unter dem Dach des Vereins der Freunde und Förderer der DASA wurde mittlerweile auch ein Arbeitskreis Betriebssicherheitsmanagement (AK BSM) gegründet.
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| Freitag, 21. Dezember 2007 |
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Nehmen wir uns mal ein Beispiel am Weihnachtsmann:
Es gibt rund 2 Milliarden Kinder auf der Welt. Angenommen, der Weihnachtsmann beliefert keine Moslems, Hindus, Juden oder Buddhisten, reduziert sich seine Zielgruppe auf ca. 378 Millionen Kinder. Bei einer durchschnittlichen Kinderzahl von 4,1 pro Wohnhaus ergibt das 91,8 Millionen Häuser. Wir nehmen an, dass in jedem Haus mindestens ein braves Kind lebt.
Angenommen, jedes brave Kind bekommt nicht mehr als ein mittelgroßes Geschenk (etwa 1 kg), dann hat der Schlitten ein Gewicht zwischen 91.800 und 378.000 Tonnen geladen, nicht gerechnet den Weihnachtsmann, der übereinstimmend als übergewichtig beschrieben wird.
Ein gewöhnliches Rentier kann maximal 175 kg ziehen. Unter der Annahme, dass ein fliegendes Rentier das zehnfache normale Gewicht ziehen kann, braucht man für den Schlitten 216.000 Rentiere. Das Gesamtgewicht beträgt dann rund 410.400 Tonnen. Eigengewicht und konstruktive Anforderungen des Schlittens sollen der Übersichtlichkeit halber zunächst ausgeklammert bleiben.
Der Weihnachtsmann hat einen 36-Stunden-Weihnachtstag, bedingt durch die verschiedenen Zeitzonen. Damit ergeben sich 708,3 Hausbesuche pro Sekunde. Somit hat der Weihnachtsmann pro christlichem Haushalt mit mindestens 1 braven Kind ca. 1/708 Sekunde Zeit für seine Arbeit: Parken, aus dem Schlitten springen, den Schornstein runterklettern, die Socken füllen, die übrigen Geschenke unter dem Weihnachtsbaum verteilen, alle übriggebliebenen Reste des Weihnachtsessens vertilgen, den Schornstein wieder raufklettern und zum nächsten Haus fliegen.
Angenommen, dass diese 91,8 Millionen Stopps gleichmäßig auf die ganze Erde verteilt sind (was natürlich, wie wir wissen, nicht stimmt, aber der Vereinfachung dient), erhalten wir nunmehr durchschnittlich 1,3 km Entfernung von Haushalt zu Haushalt und eine Gesamtstrecke von 120,8 Millionen km. Das bedeutet, dass der Schlitten des Weihnachtsmanns mit rund 932 km pro Sekunde fliegt. Beim Anfahren und Bremsen werden Weihnachtsmann, Rentiere und Schlitten jedes Mal einer Beschleunigung von der Größe der 17.500-fachen Erdbeschleunigung ausgesetzt. Erklären lässt sich dies alles nur unter Heranziehung der allgemeinen und der speziellen Relativitätstheorie und insbesondere der Heisenbergschen Unschärferelation (Quelle: Joachim Nawrocki in der 'Welt Online')
Also Leute, reißt euch mal zusammen, nehmt euch ein Beispiel daran, was Andere leisten, und hört auf, über euer lächerliches Bisschen Weihnachts-Stress zu jammern!
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| Dienstag, 27. November 2007 |
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Seit 2004 gibt es im IX. Sozialgesetzbuch den Paragraphen 84(2), der das betriebliche Eingliederungsmanagement regelt. Er gilt für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die innerhalb eines Jahres ununterbrochen oder länger als sechs Wochen arbeitsunfähig sind. Dabei sind alle Beschäftigten zu berücksichtigen, nicht nur solche, die schwerbehindert, gleichgestellt oder von Behinderung bedroht sind.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat nun einen Handlungsleitfaden herausgegeben, der den Betriebs- oder Personalräten bei der Gestaltung des Eingliederungsmanagements in ihrem jeweiligen betrieblichen Kontext helfen soll. Denn das Gesetz macht keine detaillierten Vorgaben, wie die Umsetzung im Einzelnen erfolgen soll. Es regelt nur allgemein, dass die krankheitsbedingte Gefährdung des Arbeits- verhältnisses beseitigt oder wenigstens gemindert, erneuter Arbeitsunfähigkeit vorgebeugt und der Arbeitsplatz des Betroffenen erhalten werden soll.
In übersichtlicher Form beschreiben die Autorinnen Marianne Giesert und Cornelia Wendt "10 Schritte zum Ziel". Bei jedem Schritt werden Ziele, Arbeitsmittel, beteiligte Akteure und wichtige rechtliche Grundlagen dargestellt. Ein umfangreicher Anhang liefert weitere Informationen, Adressen und Mustertexte, z. B. für eine Betriebsvereinbarung.
Der Handlungsleitfaden für ein Betriebliches Eingliederungsmanagement richtet sich primär zwar an Betriebsräte, eignet sich jedoch auch gut als Arbeitshilfe für alle anderen, die sich mit diesem Thema beschäftigen - unabhängig von der eigenen professionellen Brille, durch die sie es betrachten.
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Wer beim Umgang mit Lebensmitteln Handschuhe trägt, wäscht sich seltener die Hände. So die Beobachtung vieler Praktiker. Und wenn mit den selben Handschuhen außer der Wurst oder dem Käse auch das Papiergeld angefasst wird, verkehrt sich die hygienisch gemeinte Maßnahme ins glatte Gegenteil. Der Handschuh wird zum Umsteigebahnhof für Bazillen.
Nun ist es auch wissenschaftlich belegt: Das Arbeiten mit Einmalhandschuhen an Fleisch-, Wurst- und Käsetheken bringt für die Kunden keinen Gewinn an Hygiene, meldet die Pressestelle der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.
Sie verweist auf ein Forschungsprojekt der Fleischerei-Berufsgenossenschaft (FBG), der Berufsgenossenschaft für den Einzelhandel (BGE) und des Instituts für Arbeitsschutz (BGIA). Bei den Untersuchungen wurde festgestellt, dass sich bereits nach fünfminütigem Umgang mit verschiedenen Lebensmitteln alle möglichen Bakterien auf Handflächen, Handschuhen und Gerätschaften ansammeln. Daraufhin wurde geprüft, inwiefern diese Bakterienanreicherung von den Handschuhen oder von der bloßen Hand auf die Lebensmittel übertragen werden.
Das Ergebnis: Es konnte kein Unterschied zwischen der Arbeit mit Handschuhen oder mit bloßen Händen festgestellt werden. Für den Kunden hätten Einmalhandschuhe an Frischetheken somit keinerlei hygienischen Vorteil, so die Wissenschaftler. Vielmehr schaden die Handschuhe den Beschäftigten. Regelmäßig über längere Zeit getragen, erhöhen sie das Risiko einer Hauterkrankung. Wirklich reduzieren lässt sich die Keimzahl auf den Lebensmitteln nur durch den Gebrauch von Hilfsmitteln, z. B. Gabeln.
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| Montag, 3. September 2007 |
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Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz wurde 1996 eingerichtet. Sie soll die Aufklärungsarbeit der in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten für Sicherheit und Gesundheitsschutz zuständigen Stellen unterstützen. Die Abkürzung OSHA steht für Occupational Safety and Health Agency.
An ihrem Sitz in Bilbao (Spanien) beschäftigt die OSHA ein eigenes Team von Fachleuten. Organisatorisch sind Vertreter von Regierungen, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen beteiligt.
Zu den Werbekampagnen der Agentur zählt die Europäische Woche für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, die sich im Oktober 2007 mit der Prävention und Rehabilitation bei Muskel- und Skeletterkrankungen beschäftigt.
Die OSHA hilft bei der Auslegung der europäischen Gesetzgebung zu Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit. Eine europäische Beobachtungsstelle für Risiken hat die Aufgabe, neu aufkommende Risiken in der Arbeitswelt zu ermitteln.
Auf der Website der OSHA werden neben einer Fülle von Informationen auch praktische Tools angeboten, z. B. Suchwerkzeuge oder automatische Benachrichtigungen, wenn neue Nachrichten zu selbst wählbaren Themen erscheinen.
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... von der Zeitschrift "Arbeit und Gesundheit". Schon seit mehr als fünfzehn Jahren veröffentlicht das Fachblatt immer auf der letzten Seite Leserfotos mit höchst unfallträchtigen Szenen. Die sorgen unter der Überschrift "Das Allerletzte" auf den ersten Blick oft für laute Heiterkeit. Bei genauerem Hinsehen fällt dem Betrachter aber eher die Kinnlade runter angesichts spannungsvoller Installationen, reizender Arrangements fürs Auge, Akrobatik ohne Netz oder brandheißer Tricks, vor deren Nachahmung die Redaktion warnt.
Vor kurzem überstand die traditionsreiche Rubrik sogar eine Political-Correctness-Diskussion: Wer sich schon vor Schaden nicht fürchte, sollte doch vor öffentlichem Spott bewahrt bleiben, meinten die Kritiker. Die Redaktion blieb standhaft. Chapeau.
Die Fotos gibt es natürlich auch im Internet zu bewundern. Besonders interessant für alle, die sich mit Sicherheit und Unfallverhütung beschäftigen: Man lernt immer noch was dazu. Und wer mag, darf bei der Wahl zum jeweiligen Bild des Monats abstimmen oder eigene Fotografien einsenden. Die Motive scheinen ja nicht auszugehen.
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In den USA gibt es eine neue Norm für "Occupational Health and Safety Management Systems", meldet Haufes Arbeitsschutz-Office.
Die Hauptelemente der Norm sind:
Führung durch das Management
Mitarbeiterbeteiligung
Planung
Einbindung und Umsetzung im Betrieb
Auswertung und Korrektur
Management Review
Damit scheinen sich gewisse Standards weiter durchzusetzen, die auch schon in den Empfehlungen der International Labour Organization, ILO/OSH 2001, oder der international anerkannten Leitlinie OHRIS für Arbeitsschutzmanagementsysteme formuliert wurden.
Allen gemeinsam ist: Gesundheitsschutz und Sicherheit der Beschäftigten werden mit einem Managementsystem nachhaltig in die Strukturen und Abläufe eines Unternehmens eingebunden. Regelmäßiges Feedback ermöglicht die Anpassung und Korrektur von Maßnahmen und damit die kontinuierliche Verbesserung - sowohl des Arbeitsschutzes als auch des Managementsystems selbst.
Einen Überblick über Managementsysteme im Arbeitsschutz und den Stand der Diskussion in Deutschland gibt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA).
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Unter dem ganz unprätentiösen Titel "Zusammenstellung praktischer Lösungen" hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) eine umfangreiche Sammlung von Datenbanken, Umsetzungshilfen, Kommentaren und Musterlösungen für den Umgang mit Gefahrstoffen herausgegeben.
Sie enthält Beispiele guter betrieblicher Praxis, Arbeitshilfen zur Gefahrstoffverordnung, Anleitungen zur Gefährdungsbeurteilung, Vorlagen und Formblätter, z. B. für Betriebsanweisungen, branchenspezifische Regeln und Lösungen, Hinweise zum Finden von weniger gefährlichen Ersatzstoffen und noch weitere, zum Teil spezielle Tipps und Quellen.
Reichlich vorhandene Links führen zu themenspezifischen Fundstellen im Internet.
Zur Zusammenstellung geht es hier.
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Die Meldung des Chaos Computer Clubs (CCC) von Anfang April machte wie ein Lauffeuer die Runde: Nach intensiver Analyse äußerte der CCC den Verdacht, dass über die staatliche Steuererklärungs-Software ELSTER der sogenannte Bundestrojaner verbreitet wird.
Es geht um die Pläne von Regierungskreisen, heimlich die Inhalte der Computer ihrer Bürger zu durchsuchen. Sie beschäftigen Öffentlichkeit und Medien schon seit einigen Monaten: "Ein unvorsichtig geäußerter Gedanke im Chat könnte in Zukunft einen Besuch des Bundeskriminalamtes zur Folge haben. Nicht per Durchsuchungskommando, sondern womöglich ohne dass der verdächtige Internet-Nutzer etwas merkt", schreibt etwa Jörg Donner in der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung.
Allerdings dürfte die Obrigkeit bei der Umsetzung des Vorhabens auf eine ganze Reihe von Problemen stoßen. "Letztlich ergibt sich durch den Bundestrojaner für die Behörden ein unlösbarer Interessenkonflikt", kommentiert Jürgen Schmidt in seinem ebenfalls sehr lesenswerten Artikel bei Heise Security. Einerseits forderten und förderten sie Sicherheitsmaßnahmen – und auf der anderen Seite seien es genau diese Sicherheitsmaßnahmen, die ihnen den Zugriff auf die gewünschten Information verwehren. Außerdem wären die potenziellen Zielpersonen staatlich angeordneter Überwachungsmaßnahmen wohl unter den Ersten, die sich dagegen zu schützen wissen.
Wie ernst das Thema ist, macht zum Beispiel Thilo Weichert, der Leiter des Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein deutlich. Und der bayerische Datenschutz-Beauftragte Karl Betzl warnt vor Schadensersatzklagen, wenn die amtliche Spyware das EDV-System eines Unternehmens beschädigt oder Geschäftsgeheimnisse in die falschen Hände geraten.
Ach so, die Meldung des Chaos Computer Clubs war übrigens ein Aprilscherz.
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...sind das Thema einer großangelegten Kampagne, mit der die Öffentlichkeit für das Thema Haut sensibilisiert werden soll. Mit einer Fülle von Aktionen und öffentlichen Auftritten, die das ganze Jahr über stattfinden, sollen die Versicherten, vor allem in ihrer Eigenschaft als Arbeitnehmer, aber genauso auch die Arbeitgeber ganz gezielt über die Prävention von Hauterkrankungen informiert werden. Die Kampagne soll ihnen konkrete Angebote und Hilfestellungen bieten, wie sie Vorsorge treffen und ihre Haut gesund erhalten können.
Informationen, Arbeitshilfen und Veranstaltungshinweise finden sich im Internet unter www.2m2-haut.de.
Die Kampagne wird von den Berufsgenossenschaften, der Unfallversicherung der öffentlichen Hand, der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung, dem BKK-Bundesverband, dem AOK-Bundesverband und einer ganzen Reihe weiterer Kooperationspartner getragen.
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Gesundheitsförderung in der Arbeitswelt steht auch beim Weltwirtschaftsforum, dem Vertreter der 1000 global führenden Unternehmen, Wirtschaftspolitiker und andere Entscheidungsträger angehören, ziemlich weit oben auf der Tagesordnung.
Ihre Initiative ‘Working Towards Wellness’ soll das Engagement in der Geschäftswelt zur Vorbeugung gegen chronische Krankheiten fördern, Wirtschaftsführer vom Sinn der Gesundheitsförderung für ihre Arbeitnehmer überzeugen und Unternehmen bei deren praktischer Umsetzung helfen.
Vor kurzem wurde zu diesem Thema ein Report veröffentlicht, der unter anderem zu folgenden Ergebnissen kommt:
Arbeitsplatz als wichtiger Ort für Prävention: Arbeitnehmer verbringen heutzutage mehr Zeit bei der Arbeit, und Arbeitgeber können Verhaltensweisen beeinflussen, indem sie förderliche Rahmenbedingungen schaffen, die vorhandene Infrastruktur ausnutzen und kostengünstige, aber effiziente Maßnahmen anbieten.
Produktivitätssteigerung: Vorsichtige Schätzungen des Nutzens durch die allgemeine Gesundheitsförderung einer Belegschaft ergeben eine wahrscheinliche jährliche Rendite von drei zu eins oder mehr.
Markt der Talente: Gesundheitsfürsorge, Work-Life-Balance und Sozialleistungen tragen dazu bei, Mitarbeiter im Unternehmen zu halten und neue Talente anzuziehen. Gleichzeitig können Gesundheitsprogramme die Risiken mildern, die alternde Belegschaften mit sich bringen.
Markenzeichen: Das Wohlergehen von Mitarbeitern und Kunden entwickelt sich zu einem Schlüsselthema in den Corporate-Social-Responsibility- Reports multinationaler Unternehmen.
Die Studie wurde von der Beratungsfirma PricewaterhouseCoopers betreut.
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Das Durchschnittsalter deutscher Belegschaften steigt langsam aber kontinuierlich an, auch bei den schätzungsweise 17 Millionen Büro-Arbeitern. Unternehmen sind darum gut beraten, wenn sie sich bereits heute auf diesen altersstrukturellen Wandel einstellen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Das "Defizitmodell des Alterns" ist wissenschaftlich längst widerlegt. Die vermeintlich geringere Arbeitsfähigkeit im Alter tritt keineswegs schicksalhaft ein: Leistungsvoraussetzungen wie Gedächtnis, Kreativität, Lernfähigkeit oder Problemlösungskompetenz hängen in hohem Maße davon ab, welchen Herausforderungen und Betätigungsmöglichkeiten der Mensch im Laufe seines Berufslebens ausgesetzt war.
Hilfen und Tipps zu diesem Thema gibt es jetzt in einer neuen Publikation: "Alles grau in grau? - Ältere Arbeitnehmer und Büroarbeit". Sie verdeutlicht nicht nur die Entwicklungen und Probleme durch den demographischen Wandel, sondern zeigt auch Wege zur alterns- und altersgerechten Gestaltung der Arbeit im Büro auf. Empfohlen werden Aktivitäten auf vier Handlungsfeldern, nämlich Sicherheit und Gesundheit, Arbeitsorganisation und Arbeitsgestaltung, Unternehmenskultur und Führungsverhalten sowie Qualifizierung, Weiterbildung und lebenslanges Lernen.
Herausgeber sind die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA).
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