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Montag, 8. Oktober 2007


Wer beim Umgang mit Lebensmitteln Handschuhe trägt, wäscht sich seltener die Hände. So die Beobachtung vieler Praktiker. Und wenn mit den selben Handschuhen außer der Wurst oder dem Käse auch das Papiergeld angefasst wird, verkehrt sich die hygienisch gemeinte Maßnahme ins glatte Gegenteil. Der Handschuh wird zum Umsteigebahnhof für Bazillen.

Nun ist es auch wissenschaftlich belegt: Das Arbeiten mit Einmalhandschuhen an Fleisch-, Wurst- und Käsetheken bringt für die Kunden keinen Gewinn an Hygiene, meldet die Pressestelle der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.

Sie verweist auf ein Forschungsprojekt der Fleischerei-Berufsgenossenschaft (FBG), der Berufsgenossenschaft für den Einzelhandel (BGE) und des Instituts für Arbeitsschutz (BGIA). Bei den Untersuchungen wurde festgestellt, dass sich bereits nach fünfminütigem Umgang mit verschiedenen Lebensmitteln alle möglichen Bakterien auf Handflächen, Handschuhen und Gerätschaften ansammeln. Daraufhin wurde geprüft, inwiefern diese Bakterienanreicherung von den Handschuhen oder von der bloßen Hand auf die Lebensmittel übertragen werden.

Das Ergebnis: Es konnte kein Unterschied zwischen der Arbeit mit Handschuhen oder mit bloßen Händen festgestellt werden. Für den Kunden hätten Einmalhandschuhe an Frischetheken somit keinerlei hygienischen Vorteil, so die Wissenschaftler. Vielmehr schaden die Handschuhe den Beschäftigten. Regelmäßig über längere Zeit getragen, erhöhen sie das Risiko einer Hauterkrankung. Wirklich reduzieren lässt sich die Keimzahl auf den Lebensmitteln nur durch den Gebrauch von Hilfsmitteln, z. B. Gabeln.






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