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Freitag, 21. Dezember 2007


Nehmen wir uns mal ein Beispiel am Weihnachtsmann:

Es gibt rund 2 Milliarden Kinder auf der Welt. Angenommen, der Weihnachtsmann beliefert keine Moslems, Hindus, Juden oder Buddhisten, reduziert sich seine Zielgruppe auf ca. 378 Millionen Kinder. Bei einer durchschnittlichen Kinderzahl von 4,1 pro Wohnhaus ergibt das 91,8 Millionen Häuser. Wir nehmen an, dass in jedem Haus mindestens ein braves Kind lebt.

Angenommen, jedes brave Kind bekommt nicht mehr als ein mittelgroßes Geschenk (etwa 1 kg), dann hat der Schlitten ein Gewicht zwischen 91.800 und 378.000 Tonnen geladen, nicht gerechnet den Weihnachtsmann, der übereinstimmend als übergewichtig beschrieben wird. Ein gewöhnliches Rentier kann maximal 175 kg ziehen. Unter der Annahme, dass ein fliegendes Rentier das zehnfache normale Gewicht ziehen kann, braucht man für den Schlitten 216.000 Rentiere. Das Gesamtgewicht beträgt dann rund 410.400 Tonnen. Eigengewicht und konstruktive Anforderungen des Schlittens sollen der Übersichtlichkeit halber zunächst ausgeklammert bleiben.

Der Weihnachtsmann hat einen 36-Stunden-Weihnachtstag, bedingt durch die verschiedenen Zeitzonen. Damit ergeben sich 708,3 Hausbesuche pro Sekunde. Somit hat der Weihnachtsmann pro christlichem Haushalt mit mindestens 1 braven Kind ca. 1/708 Sekunde Zeit für seine Arbeit: Parken, aus dem Schlitten springen, den Schornstein runterklettern, die Socken füllen, die übrigen Geschenke unter dem Weihnachtsbaum verteilen, alle übriggebliebenen Reste des Weihnachtsessens vertilgen, den Schornstein wieder raufklettern und zum nächsten Haus fliegen.

Angenommen, dass diese 91,8 Millionen Stopps gleichmäßig auf die ganze Erde verteilt sind (was natürlich, wie wir wissen, nicht stimmt, aber der Vereinfachung dient), erhalten wir nunmehr durchschnittlich 1,3 km Entfernung von Haushalt zu Haushalt und eine Gesamtstrecke von 120,8 Millionen km. Das bedeutet, dass der Schlitten des Weihnachtsmanns mit rund 932 km pro Sekunde fliegt. Beim Anfahren und Bremsen werden Weihnachtsmann, Rentiere und Schlitten jedes Mal einer Beschleunigung von der Größe der 17.500-fachen Erdbeschleunigung ausgesetzt. Erklären lässt sich dies alles nur unter Heranziehung der allgemeinen und der speziellen Relativitätstheorie und insbesondere der Heisenbergschen Unschärferelation (Quelle: Joachim Nawrocki in der 'Welt Online')

Also Leute, reißt euch mal zusammen, nehmt euch ein Beispiel daran, was Andere leisten, und hört auf, über euer lächerliches Bisschen Weihnachts-Stress zu jammern!






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