"Man kann nicht ewig Zitronen auspressen, sondern man muss anfangen, Zitronenbäumchen zu pflanzen", zitiert Thomas Gerst im Deutschen Ärzteblatt den Göttinger Neurobiologen Gerald Hüther.
Der Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit der Arbeitnehmer rückt zunehmend in den Mittelpunkt unternehmerischen Handelns, schreibt Gerst; denn den wachsenden Anforderungen einer globalisierten Wirtschaft müssen die deutschen Unternehmen mit älter werdenden Belegschaften begegnen.
Aber kühl kalkulierte Maßnahmen allein reichen nicht aus, um die Menschen fit für neue Herausforderungen und eine längere Lebensarbeitszeit zu machen, verdeutlichte Professor Hüther in seinem Vortrag beim diesjährigen Betriebsärztekongress in Bonn. Die Mitarbeiter müssen vielmehr erfahren, dass sie wichtig sind und gebraucht werden, dass sie ihre Potenziale entfalten und sich einbringen können. Die Fähigkeit des menschlichen Gehirns, sich zu entwickeln und auf neue Anforderungen einzustellen, bleibe bis ins Alter erhalten – aber nur, wenn es mit Freude und Begeisterung genutzt wird. Dies lehren uns die Erkenntnisse der neurobiologischen Präventionsforschung.
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