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Samstag, 18. März 2006


Wenn Sie regelmäßig per E-Mail kommunizieren, haben Sie damit wahrscheinlich häufiger Recht, als Ihnen lieb ist.

Das Problem: E-Mail birgt ein wesentlich höheres Risiko für Missverständnisse und Fehlinterpretationen als Gespräche via Telefon oder im direkten Kontakt. Der Grund: E-Mail ist als Medium „zu dünn“ – ihr fehlen praktisch alle nonverbalen Signale wie Körpersprache, Mimik oder Klangfarbe der Stimme. Smilies oder andere „Emoticons“ mögen im privaten Bereich noch einen gewissen Ersatz bieten, doch im geschäftlichen Umgang sind sie eher unpraktisch oder werden als albern empfunden.

Das hat zur Folge, dass die Adressaten von E-Mails allzu häufig deren Tonfall und emotionalen Gehalt missverstehen – obwohl die Absender überzeugt sind, sich verständlich auszudrücken. Die Psychologen Nicholas Epley und Justin Kruger haben das experimentell nachgewiesen und vermuten, dass dieses unterschätzte Problem die Unternehmen viel Geld kostet.

Vielleicht sollte man einfach wieder öfter zum Telefonhörer greifen. Auch wenn es manchmal mehr Mühe macht.






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