Teilchen, die fein in der Luft verteilt sind, können aus festen Stoffen (Stäuben) oder Flüssigkeiten (Nebel) bestehen. Luftinhaltsstoffe, die in dieser Form auftreten, nennt man auch Aerosole. Neben den natürlich auftretenden Aerosolen (z.B. Seesalz der Meere, aufgewirbeltem Saharasand oder Pollen) spielen von Menschen erzeugte Immissionen, vor allem Verbrennungsprozesse, eine wichtige Rolle.
Rund 80 Prozent der nicht-natürlichen Staub- und Nebelteilchen in der Luft stammen aus Straßenverkehr, Industrieprozessen und Hausheizungen. Der motorisierte Straßenverkehr dominiert vor allem bei den sehr kleinen Teilchen, die tief in die feinsten Lungenverästelungen eindringen, mit mehr als 50 Prozent. Wesentlich sind daran die Dieselemissionen beteiligt, von denen rund 65 Prozent aus dem Nutzfahrzeugsektor kommen.
Für Staubbelastungen bei der Arbeit gelten strenge Vorschriften, um durch technische Schutzmaßnahmen und Vorsorgeuntersuchungen die Arbeitnehmer vor Staublungenerkrankungen, Asbestose, allergischen Lungenkrankheiten oder gar Lungenkrebs zu schützen.
Umweltmedizinisch betrachtet schädigen Staub- oder Rußpartikel in der Luft vor allem Atmung, Herz und Kreislauf. Das Risiko, eine Allergie zu bekommen, nimmt zu. Allergische Symptome, z. B. bei Heuschnupfen, werden verschlimmert. Besonders Menschen mit schweren Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind betroffen.
Individuell betrachtet ist das gesundheitliche Risiko durch die Belastung mit Feinstaub alles in allem vergleichsweise gering. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung in Deutschland könnten jedoch jährliche mehrere tausend vorzeitige Todesfälle durch die konsequente Reduzierung der Fein- und Ultrafeinstäube in der Luft vermieden werden.
Fakten und Daten zur Feinstaub-Problematik kann man z. B. beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit nachlesen.
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