Im Jahr 2005 gab es in Deutschland 628 Fälle von Malaria. Davon verliefen sechs tödlich.
Im Vergleich mit afrikanischen Verhältnissen sind das kleine Zahlen: Weltweit gibt es jedes Jahr 300 Millionen akute Malariaerkrankungen, mehr als eine Million Menschen sterben jährlich daran. Rund 90 % dieser Todesfälle ereignen sich in Afrika, meistens handelt es sich um Kinder (WHO: Factsheet about Malaria).
Von dort wurde auch im vergangenen Jahr der größte Teil (88 %) der in Deutschland aufgetretenen Malariafälle importiert. Besonders viele Fälle traten bei Reisen in westafrikanische Länder und nach Kenia auf.
Der größte Teil der Erkrankten (etwa 75 %) hatte keinerlei Medikamente zur Prophylaxe verwendet – die anderen nahmen zwar etwas ein, aber oft nicht richtig. Zum Teil entsprachen die verwendeten Medikamente nicht den Empfehlungen für das Reiseland, zum Teil wurden die korrekt verordneten Mittel unregelmäßig, für zu kurze Zeit oder in falscher Dosierung angewendet.
Bei keinem der sechs Verstorbenen war eine angemessene Chemoprophylaxe nachzuvollziehen. Für zwei der sechs Fälle wurde die Diagnose Malaria erst nach dem Tod gestellt. In einem dieser Fälle wurde zuvor kein Arzt in Deutschland aufgesucht. Im zweiten Fall verstarb der Patient zwölf Stunden nach Krankenhausaufnahme.
Leider gibt es keine absolut typischen Malaria-Symptome: In ca. 90% der Fälle haben die Patienten Fieber, weniger häufig auch Kopfschmerzen, Müdigkeit und Muskel-Skelett-Beschwerden. Nur eine Laboruntersuchung erlaubt sicher die Diagnose oder den Ausschluss der Krankheit.
Tipps:
Kompetente reisemedizinische Beratung nutzen
Maßnahmen gegen Mückenstiche treffen
Vorbeugende Medikamente regelmäßig einnehmen
An die Möglichkeit einer Malaria-Erkrankung denken
Bei Verdacht umgehend einen Arzt aufsuchen
Weitere Informationen:
Robert-Koch-Institut: Reiseassoziierte Infektionskrankheiten im Jahr 2005
Fit for Travel: Malaria-Vorbeugung
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