Wir leben in einer komplexen Welt. Das ist an sich nichts Neues. Aber wir bekommen es heute immer mehr zu spüren. Das liegt - neben der Vielschichtigkeit und Vernetztheit technischer und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen - vor allem daran, dass wir immer schneller immer mehr Daten, Sinneseindrücke und Nachrichten zu verkraften haben, über deren Bedeutung und Relevanz wir nicht sicher sein können. Dieser Beschleunigung und Datenüberflutung sind immer mehr Menschen kaum noch gewachsen.
Unzureichend erkannte, verstandene und bewältigte Komplexität ruft bei den Menschen einerseits erhöhte Aktivität und gesteigerten Ressourcenverbrauch hervor (um die Situation in den Griff zu bekommen). Andererseits erzeugt sie Stress und Angst (wenn es nicht funktioniert). Hier beginnt nicht selten ein Teufelskreis: Stress und Angst schränken die Wahrnehmungs- und Denkfähigkeit dramatisch ein, und genau deshalb ist der Versuch, durch noch mehr Anstrengung mit dem Problem fertig zu werden, häufig zum Scheitern verurteilt. Die Folge: Noch mehr Stress und Angst, Verkennung der Realität, Burnout.
'Die Komplexitätsfalle' nennt die Kybernetikerin und Autorin Maria Pruckner dieses Phänomen. In ihrem gleichnamigen Buch macht sie auf unkonventionelle und spielerische Weise deutlich, wie sich komplexe Bedingungen auf den Menschen auswirken und wie man am besten damit umgeht.
Mehr über die Autorin, über das Management in komplexen Systemen und das Lösen von komplexen Problemen findet sich auf der Website http://www.mariapruckner.com.
|
|