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Samstag, 6. November 2004


Eine wachsende Zahl von US-Unternehmen beschäftigt "Betriebspfarrer", berichtet die Business Week. Eine religiöse Wiedererweckungswelle schwappe durch die amerikanische Geschäftswelt. Führungskräfte aller Schattierungen mischten Mystik unters Management und trügen den Stoff, der sonst in Kirchen, Tempeln und Moscheen gelehrt würde, in die Büroflure.

Kein Wunder, sagen die einen: Die Menschen in den USA verbringen heute pro Jahr umgerechnet einen Monat mehr Zeit am Arbeitsplatz als vor einem Jahrzehnt. Also zeigten sich dort vermehrt soziale Erscheinungen, die früher in der Kirche oder Wohngemeinde ihren Platz hatten.

Ihr werdet euch noch wundern, sagen die anderen: Konflikte zwischen verschiedenen Überzeugungen oder Glaubensrichtungen seien vorprogrammiert. Zu befürchten seien aggressive Missionierung oder Versuche "religiöser Tarnkappenbomber", ganze Organisationen im Namen des Herrn zu "übernehmen".

Die Harvard Business School jedenfalls lehnte schon vor zwei Jahren die Spende einer Reinigungsfirma ab, mit der eine Religion-und-Business-Vorlesung finanziert werden sollte. Der Gedanke an Sponsoring mit religiösem Kontext machte die Harvard-Offiziellen wohl nervös. Und eine Top-Beratungsfirma im Silicon Valley musste kürzlich umfirmieren, weil der bisherige Name in letzter Zeit zu viele Leute an eine kirchlich orientierte Selbsthilfegruppe erinnert habe.

Ausführlich und mit vielen Beispielen berichtet Michelle Conlin in der Business Week.






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