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Politik
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Donnerstag, 26. Mai 2005


Belegschaften werden in den nächsten vier Jahrzehnten dreimal so schnell altern wie bisher. Dieser Prozess konzentriert sich auf die Jahre bis 2020. Dann ist mehr als ein Drittel der Erwerbstätigen älter als 50, und es gibt erstmals mehr 50-Jährige als 30-Jährige in den Betrieben. Häufig werden die meisten Mitarbeiter ein und derselben Altersgruppe angehören.

Aus dieser unzweifelhaften Prognose ergeben sich für die Unternehmen neue Aufgaben. Zum einen ist eine Personalpolitik gefordert, die altersgemischte Teams sicherstellt, damit auch in Zukunft die vorhandenen Kenntnisse und Kompetenzen an Jüngere transferiert werden können.

Zum anderen wird die betriebliche Gesundheitsförderung ein neuer Schwerpunkt. Dazu gehören ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, klassische Arbeitsschutzmaßnahmen, Fitnessprogramme, optimierte Arbeitsabläufe, individuelle Gestaltung der Erwerbsbiographie (bei Jobs mit begrenzter Tätigkeitsdauer vorausschauende Planung eines Wechsels in andere Jobs) - zusammengefasst: der Aufbau eines systematischen betrieblichen Gesundheitsmanagements unter bewusster Einbeziehung der Arbeitsorganisation und Arbeitsgestaltung.

Führungskräfte werden häufiger vor der Aufgabe stehen, das Leistungsvermögen älterer Mitarbeiter realistisch einzuschätzen, deren Leistung anzuerkennen, aber auch Leistungsdefizite zu thematisieren und auf kooperative Weise Lösungen zu finden.

Ausführliche Informationen zum Thema publiziert die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA). Eine von Arbeitgeberverbänden, Gewerkschaften und Sozialversicherungsträgern geförderte Kampagne soll die Öffentlichkeit sensibilisieren und mobilisieren: Demographischer Wandel und Beschäftigung - Plädoyer für neue Unternehmensstrategien.






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