Die von der EU geplante Richtlinie zum Schutz vor optischer Strahlung sorgt für Aufregung: Manche sehen schon Baustellen voller "Zirkuszelte, Sonnenschirme, Sombreros und Siesta" vor ihrem geistigen Auge, wie etwa der Zentralverband des deutschen Baugewerbes.
"Die Sonne - ein weiterer Feind der EU", meint die Süddeutsche Zeitung im redaktionellen Teil ihres Stellenmarkts spötteln zu müssen. Im Reiseteil gibt sie dagegen durchaus den richtigen Rat: "...hier ist Vorsicht geboten: Ein Zuviel an UV-B-Strahlen verursacht Sonnenbrand. Die UV-A-Strahlen des Sonnenlichtes lassen die bereits vorhandenen Hautpigmente nachdunkeln. Sie dringen in tiefere Hautschichten ein und sind für den Alterungsprozess und die Faltenbildung der Haut verantwortlich. Im schlimmsten Fall können beide Strahlungsarten Hautkrebs verursachen. Ein sorgfältiger Sonnenschutz ist also unbedingt nötig."
Was für Urlauber gut ist, die ein paar Tage pro Jahr in der Sonne verbringen, sollte erst recht für Menschen gelten, die unter freiem Himmel arbeiten. Mögliche Gesundheitsrisiken sollten bewertet und nach Kräften auf ein Minimum reduziert werden. Das kann völlig unbürokratisch ablaufen, wenn der Arbeitgeber von Anfang an fachkundigen Rat in Anspruch nimmt, z. B. seinen Arbeitsmediziner fragt.
Also: Cool bleiben. Den Richtlinien-Entwurf kann man auf der Website von Univ.-Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Laurig nachlesen.
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