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Technik
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Chirurgische Instrumente, die sich gegen Krankheitskeime zur Wehr setzen; Kleidungsstücke, die Geruchsstoffe abbauen; Tabletten, die sekundenschnell wirken - Nanopartikel machen es möglich. Das sind kleinste Teilchen mit einem Durchmesser zwischen einem und hundert Nanometern. Ein Nanometer ist der millionste Teil eines Millimeters. "Das ist schon sehr klein; Atome, die Grundbausteine des Alltags, sind nur noch zehnmal kleiner", erläutert eine Broschüre des Bundesministeriums für Bildung und Forschung die Dimensionen.
Weil sie so klein sind, haben Nanopartikel ganz besondere Eigenschaften: Sie können als Katalysator chemische Reaktionen beschleunigen, sie reagieren aber auch selbst - oft heftig - mit ihrer Umgebung, und sie können biologische Strukturen durchwandern, z. B. wenn sie durch die Lunge in den Körper gelangen. Welche Auswirkungen das auf die menschliche Gesundheit hat, ist noch weitgehend unbekannt.
Bereits bei der Einführung von Nanotechnologien muss deshalb in den Unternehmen vorsorglich auch der Arbeitsschutz beachtet werden, empfiehlt Jürgen Milde von der DGUV. Über Nanopartikel am Arbeitsplatz, den aktuellen Stand der Forschung und die Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen informieren ausführlich die Seiten des Instituts für Arbeitsschutz der DGUV. Beim Bundesumweltministerium hat sich die NanoKommission der deutschen Bundesregierung zur Aufgabe gemacht, Nutzen und Risiken von Nanotechnologien im Sinne des Vorsorgeprinzips zu betrachten und nachhaltige Innovationen zu fördern.
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| Dienstag, 19. September 2006 |
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Freunde haben mich darauf hingewiesen, dass der gestrige Beitrag missverstanden werden könnte. Deshalb hier nun der ganz ernst gemeinte Hinweis, dass für das Arbeiten mit dem Computer nur Monitore mit der Reflexionsklasse I geeignet sind (das sind die mit den geringsten Spiegelungen), Klasse II nur mit Einschränkungen, Klasse III gar nicht.
Das heißt, Bildschirme für den "medialen Einsatz" sind nicht für die Büroarbeit geeignet. Klaro?
Nachlesen kann man das schön in der "Mutter aller Büroinformationen" (J. Petersen), der BGI 650: Bildschirm- und Büroarbeitsplätze - Leitfaden für die Gestaltung (umfangreiches Dokument, daher evtl. etwas längere Downloadzeit).
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| Montag, 18. September 2006 |
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Die Hersteller von Monitoren und Notebooks haben sich was Neues ausgedacht: Extra hochglänzende Bildschirme! "Glossy" nennt sich das. Oder "Crystalbrite", "Color Shine", "TrueBrite", "Crystal view", "Glare Type" oder "BrightView".
Tolle Sache das. Nachdem Millionen von Computernutzern feststellen mussten, dass ihre neuen Flachbildschirme ja gar nicht mehr richtig spiegeln, hat sich die einschlägige Industrie was einfallen lassen: Monitore, in denen man sich endlich auch selbst wieder sieht.
Falls das doch mal stört, gibt es bewährte Gegenmaßnahmen (kennt man ja): Schließen Sie möglichst alle Rollos, stellen Sie hohe Trennwände in den Büros auf, weichen Sie sorgfältig den Deckenleuchten aus und - ja genau! - kleben Sie Anti-Reflex-Filter vor den Monitor. Im Freien arbeiten wollen Sie, mit Ihrem Notebook? Das brauchen Sie nicht wirklich. Das coole Aussehen Ihres neuen, super-stylishen Hochglanzbildschirm-Notebooks wird Sie darauf leicht verzichten lassen. Obwohl es ja das WLAN bereits eingebaut hat, aber das nutzen Sie halt dann nur in abgedunkelten Räumen, man kann nicht alles haben.
Also, es wird Zeit, dass Sie sich was Schickes zulegen! Extra hochglänzende Bildschirme sind von vielen namhaften Herstellern erhältlich. Auf eine Kaufempfehlung muss ich an dieser Stelle aus naheliegenden Gründen verzichten. Qualitätsprodukte nennt Ihnen sicher gern Ihr kompetenter Fachhändler.
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| Dienstag, 15. August 2006 |
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Was zwischen Augenlid und Großhirnrinde geschieht und uns bewusst etwas sehen lässt - die visuelle Wahrnehmung - ist höchst komplex und wissenschaftlich ein äußerst spannendes Forschungsgebiet. Das zeigen z. B. die Ergebnisse der alljährlichen 'Tübinger Wahrnehmungskonferenzen'.
Die wissenschaftlichen Ergebnisse sind auch und gerade im Arbeitsalltag wichtig. Ein Beispiel: Nicht nur das gezielte Betrachten der Informationen auf einem Bildschirm kostet Energie (abends ist man müde), sondern auch das Herausfiltern unerwünschter Seheindrücke wie etwa Spiegelungen auf der Oberfläche des Monitors. Gehirn und Wahrnehmungsprozesse werden durch unergonomische Lichtverhältnisse permanent mit unnötiger Arbeit belastet, die Produktivität sinkt, Verspannungen nehmen zu.
Elmar Kühl und Harald Siekmann vom Berufsgenossenschaftlichen Institut für Arbeitsschutz haben jetzt neue Untersuchungsergebnisse vorgelegt, aus denen sich ganz praktische Kriterien für die Gestaltung der Beleuchtung ableiten lassen, um Reflexblendungen bei der Bildschirmarbeit zu vermeiden. Sie zeigen auch die Zusammenhänge zwischen den Darstellungskontrasten und der Erkennbarkeit von Texten. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die einschlägige Norm DIN EN ISO 9241-7 nicht mehr dem heutigen Erkenntnisstand entspreche und überarbeitet werden sollte. (BGIA-Report 5/2006: Blendung an Bildschirmarbeitsplätzen)
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Mag der Arbeitsstuhl noch so zweckmäßig und modern sein - wenn die Höhe der Arbeitsfläche nicht passt, ist die ganze Stuhlhöhenverstellung für die Katz. Auch wenn der Bildschirm neu und vom Feinsten ist - mit vor Gegenlicht tränenden Augen wird sein Besitzer trotzdem nicht glücklich. Und ein ergonomisch geformtes Werkzeug allein schützt noch lange nicht vor Gelenkproblemen durch Überlastung. Um nur einmal drei Beispiele zu nennen.
Die oft unsystematische Zusammenstellung der einzelnen Komponenten eines Arbeitsplatzes führt zu Leistungsminderung und Gesundheitsproblemen. So lautet die Kernaussage eines Beitrags zur Systemergonomie in Haufes Arbeitsschutzportal, der sich mit diesen Fragen speziell an Büroarbeitsplätzen beschäftigt. Erst die Abstimmung der einzelnen Elemente ergibt ein ergonomisches Ganzes.
Näheres zu den Autoren auch unter http://www.isg-systemergonomie.de/.
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Rund 20 Prozent aller in Deutschland verschickten E-Mails würden fälschlicherweise von Spamfiltern blockiert, kämen also nie bei den Adressaten an, die darauf warten. Schätzt der Verband der deutschen
Internetwirtschaft, eco Forum e.V. Berlin/Köln (ots-Meldung). "Die riesigen Müll-Schlucker im Cyber Space arbeiten zu ungenau", beklagt Torsten Schwarz, Leiter des Arbeitskreises Online-Marketing im
eco-Verband und Autor mehrerer Standardwerke über E-Mail-Marketing, die Folgen der Abwehrmaßnahmen gegen unerwünschte Streu-Werbung im Netz.
Hintergrund sei die steigende Zahl an Werbemails: Der Anteil unerwünschter E-Mail-Werbung liege in Deutschland mittlerweile bei 74 Prozent. "Wenn es sich bei drei Viertel aller E-Mails um unerwünschte Werbung handelt und gleichzeitig ein Viertel oder mehr aller erwünschten E-Mails gar nicht ankommen, steht die Zukunft des Kommunikationsmittels E-Mail insgesamt auf dem Prüfstand", fürchtet Schwarz.
Hoffentlich fällt den Online-Marketing-Experten auch bald ein Lösungsvorschlag ein. Dass wir unsere Anti-Spam-Filter ausschalten sollen, um das Kommunikationsmittel E-Mail zu retten, kann ja nicht gemeint sein. Oder wie?
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Es funktioniere wie ein Muskelreflex beim Menschen, erklären die Produktentwickler bei Adidas in Herzogenaurach ihre neueste Erfindung. Im Dezember 2004 will der Sportartikelhersteller einen "intelligenten" Schuh auf den Markt bringen, dessen Dämpfung sich beim Laufen ständig selbsttätig anpasst.
Ein Sensor misst bei jedem Schritt die Dicke der Schuhsohle auf den Zehntelmillimeter genau und erkennt daran deren Kompression, also auch die erforderliche Dämpfung. Ungefähr tausend mal pro Sekunde werden die Messdaten an ein kleines Elektronengehirn im Schuh übermittelt. Dieses verändert über ein batteriebetriebenes Kabelsystem die Dämpfung des Schuhs.
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