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Donnerstag, 28. Oktober 2004


Sonst könnte der, dessen E-Mail Sie gerade beantworten, verstimmt reagieren.

E-Mail macht vieles einfacher: Im Gegensatz zum Telefon müssen nicht beide Kommunikationspartner gleichzeitig an der Strippe sein, zeitversetztes Senden und Empfangen ist möglich. Man braucht sich keine Notizen zu machen, denn die E-Mail hat man ja schriftlich. Textauszüge der Mail lassen sich zitieren oder weiterverwenden, das spart Arbeit.

E-Mail macht aber auch vieles komplizierter: Unhöflich Geschriebenes bleibt dem geschockten Empfänger viel stärker in Erinnerung als der Ausrutscher in einer mündlichen Diskussion oder am Telefon. Die unmittelbare Rückmeldung des Gegenübers, wie z. B. im Gespräch, fehlt völlig. Schriftform und kinderleichte Kopierbarkeit sind für vertrauliche Informationen eher ein Nachteil.

Stärken und Tücken des elektronischen Nachrichtenversands sind offensichtlich nicht nur technisch, sondern auch psychologisch begründet. Wolf-Dieter Roth beschreibt in Telepolis Zusammenhänge, nennt die sieben schlimmsten E-Mail-Sünden und erklärt, wie man sie vermeidet. (Den Tipp habe ich von Stephan List.)






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